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Moderne Operationsverfahren bei Leistenbruch

Verfasst von: bleimantelgirl Am: 15. Januar 2012

Ein Leistenbruch ist eine Erkrankung, die am häufigsten eine Operation erfordert. Bis zu 200.000 Menschen pro Jahr in Deutschland müssen deshalb operiert werden. Was passiert bei einem Leistenbruch? Der Bauchinhalt mit seinen umhüllenden Schichten drängt durch Lücken in der Bauchmuskulatur. Es entsteht ein Bruchsack aus Bauchfell. Er rutscht in die vordere Bauchwand runter. Der Leistenbruch macht sich durch eine Beule in der Leiste bemerkbar, die schmerzen kann. Doch manchmal ist er auch von außen nicht sichtbar. Die Diagnose ist nicht immer einfach und bedarf einiger Erfahrung, den Bruch in der Leiste zu ertasten. Etwa 75 Prozent der Leistenbrüche werden offen operiert. Bei den minimalinvasiven Techniken und der offenen Lichtenstein-Operation wird ein Netz in die Bauchwand gesetzt, welches den Bauchinhalt zurückhalten soll. Wenn der Bruch schmerzt, sollte immer operiert werden. Und wenn der Bruchsack klemmt, ist die Operation unvermeidbar, denn Darmgewebe kann absterben. Es droht eine Bauchfellentzündung, die lebensgefährlich ist.

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